Kategorie: Sergio Corbucci
Sergio Corbucci wurde 1926 in Rom geboren. Er war der Bruder des Drehbuchautors und Regisseurs Bruno Corbucci. Er begann seine Karriere in verschiedenen italienischen Populärgenres, erlangte aber internationale Berühmtheit mit dem Spaghetti-Western. Im Laufe seiner Karriere führte er bei über 60 Filmen Regie. Er starb 1990 in Rom.
Sein Stil war gewalttätig, pessimistisch und politisch aufgeladen. Im Gegensatz zu Sergio Leone, dessen Western einen epischeren und mythologischeren Ton hatten, zeigte Corbucci brutale Welten, in denen Ungerechtigkeit, Korruption und Klassenkampf im Mittelpunkt standen. Er zeichnete sich durch Antihelden und Außenseiter aus, harte Gewalt für die damalige Zeit, schwarzen Humor und Ironie, soziale und politische Kritik und feindselige Landschaften, insbesondere Schnee und Schlamm, die den düsteren Ton verstärkten.
Er gilt als der zweite große Meister des Spaghetti-Westerns, nur übertroffen von Sergio Leone. Seine einflussreichsten Filme sind Django und The Great Silence, letzterer gilt als eines der dunkelsten und originellsten Werke des europäischen Westerns.
Sein Einfluss reicht bis zu zeitgenössischen Filmemachern wie Quentin Tarantino, der die Bedeutung Corbuccis für sein Kino offen anerkannt hat und Django mit Django Unchained ehrte.
Heute wird er als ein Regisseur in Erinnerung behalten, der den Western in gewalttätigere, politischere und desillusioniertere Gebiete führte und zu einer der wesentlichen Figuren des italienischen Populärkinos wurde.
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